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Narbenentfernung von Profi: Das sind die Möglichkeiten

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Die Zeit heilt alle Wunden, doch zurück bleiben Narben. Egal ob durch Operationen oder Unfälle entstanden, die Andenken daran verweilen meist ein Leben lang auf der Haut. Während einige sich daran nicht stören, können andere die Male als psychisch belastend oder abstoßend empfinden. Die heutige Medizin stellt glücklicherweise einige Methoden zur permanenten Entfernung von Narben bereit.

Wie entstehen Narben überhaupt? 

Die menschliche Haut besteht aus mehreren Schichten: Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis) und Unterhaut (Subkutis). Jede dieser Schichten besitzt regenerative Fähigkeiten, um nach kleineren Verletzungen vollständig zu genesen. Schwere oder tiefe Wunden hingegen zerstören oftmals das Bindegewebe. Die Haut ist hier nicht mehr in der Lage, gleichwertige Zellen zur Schließung der Wunde zu produzieren. Stattdessen greift die Haut auf quantitatives Material zurück, das aus Kollagenfasernaufgebaute Narbengewebe. Es ist schlecht durchblutet und nicht in der Lage, Haarwurzeln oder Schweißdrüsen zu bilden. Typischerweise ist Narbengewebe meist heller und setzt sich klar von der gesunden Haut ab.

Welche Möglichkeiten zur Entfernung gibt es? 

Eine vielversprechende Möglichkeit ist der Einsatz eines CO2-Lasers, der auch bei der Entfernung von Dehnungsstreifen zum Einsatz kommt. Bei diesem Verfahren werden Schichten des Narbengewebes nach und nach durch einen Laser abgetragen. Über die abgetragenen Stellen bildet sich neues Kollagen, welches die Regeneration des Gewebes deutlich verbessert. Auch eine Verjüngung und Glättung der Narben wird dadurch erreicht. Durch die vermehrte Bildung von Kollagen strafft sich die betroffene Hautpartie. Das Verfahren an sich ist sehr schonend für die Haut. Es lässt sich bei allen Arten von Narben einsetzen, dazu gehören Brandnarben, Dehnungsstreifen, Akne-Narben oder größere Narben durch Operationen oder Verletzungen. Die Durchführung übernimmt ein Facharzt für plastische Chirurgie oder ein Dermatologe. Meist erfolgt die Behandlung über mehrere Sitzungen, die jeweils zwischen 15 und 45 Minuten dauern.

Gibt es Alternativen zur herkömmlichen Laserbehandlung? 

Eine Laserbehandlung ist meist zeitaufwändig und kostspielig. Günstiger und dennoch effektiv ist eine medikamentöse Behandlung via Injektion. Angewendet wird dieses Verfahren zumeist bei hyperthropen Narben. Dabei wird Kortison direkt ins Narbengewebe injiziert, dort wird eine überflüssige Bildung von Kollagen gehemmt. Ziel ist eine flache und weiche Narbe. In der Regel reicht eine einzige Anwendung. In Ausnahmefällen oder bei größeren Narben sind eventuell mehrere Injektionen notwendig.

Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit einer operativen Korrektur. Narben lassen sich dadurch ganz entfernen oder zumindest verkleinern. Eine erfolgsversprechende Möglichkeit bietet die sogenannte Serienexzision. Hierbei verkleinert der Chirurg die Narbe Schritt für Schritt. Innerhalb eines längeren Zeitraums von mehreren Monaten entfernt der Chirurg kleinere Flächen der Narbe und vernäht diese Stellen mit der gesunden Haut. Nach Abschluss der Operation streckt sich die gesunde Haut über die ehemalige Narbenfläche. Zurück bleibt meist nur ein kleiner weißer Strich.