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Naturnah leben: Materialien wie Holz und Stein

Holz und Stein zählen zu den vielseitigsten Naturbaustoffen der Welt. Diese Naturbaustoffe sind sehr robust, wetter- und witterungsbeständig. In den Alpen wurden sogar bis ins 20. Jahrhundert Häuser aus Holz für mehrere Generationen errichtet. Die Châlet-Bauweise gehört zur Tradition der Schweiz und dem Wallis. Sie wurde verpflichtend für alle Neubauten im Wallis festgelegt. Für moderne Bauten liegt es im Trend, die Fassade mit Holz zu verkleiden.

Welche Holzarten eignen sich für die Fassadenverkleidung?

Kiefer, Eiche, Fichte oder Douglasie gelten als die gängigste Holzarten für die Verkleidung von Fassaden. Neben einer angenehmen Ausstrahlung bieten diese Verkleidungen aus Holz ein hervorragendes Raumklima und schützen vor Schädlingen. Aufgrund der guten Langlebigkeit schützen diese Fassaden das Haus für Generationen. Die unterschiedlichen Maserungen der Holzarten bieten Struktur.

Fassade mit Holz verkleiden

Wofür eignet sich der Naturbaustoff Holz noch?

Treppen, Geländer, Regale, Möbel, Dachstühle, Spielzeug, Alltagsgegenstände wie Schatullen, Fußböden, Terrassen oder Pergola lassen sich wunderbar einzigartig mit Holz gestalten. Natürlich können unterschiedliche Holzarten für ein- und dasselbe Werkstück genutzt werden. Das verleiht noch mehr Struktur und setzt Akzente. Holz sorgt zudem für ein hervorragendes Raumklima. Der älteste Naturbaustoff Holz liegt nach Jahrtausenden noch immer im Trend.

Wodurch zeichnet sich Stein als Baustoff aus?

Das Material Stein ist so alt wie Holz. Natursteine wie Marmor wurden aus dem Felsen geschlagen, um sie für Fußböden, Treppen oder dem Hausbau zu nutzen. Auch Steine verleihen Werkstücken besondere Strukturen. Dabei kommt es auf den Stein, auf die Bearbeitung und der Verwendung an. Marmore verfügt von Natur aus über mehrere Farben und unterschiedliche Muster. Daher war Marmor eines der beliebtesten Materialien in der Antike. Die Langlebigkeit ist fantastisch.

Was ist beim Kauf zu berücksichtigen?

Die angestrebte Verwendung gibt die Holz- oder Steinart vor. Dabei steht natürlich auch im Vordergrund, ob das Naturmaterial für den Innen- oder Außenbereich genutzt werden soll. Für den Außenbereich muss das Material sehr robust und härter sein. Im Innenbereich werden weichere Holzart wie Kastanie oder Kirschholz genutzt. Die Struktur und die Haltbarkeit hängen natürlich auch von der Bearbeitung des Holzes ab (lackiert, gebeizt, etc.) und bestimmen wie die Fassade mit Holz zu verkleiden ist.

Wodurch zeichnen sich Flusssteine für den Häuserbau aus?

Besonders im 19. und 20. Jahrhundert wurden Häuser bevorzugt aus Flusssteinen errichtet. Das hängt zum einen mit der tollen Optik der riesengroßen Steine, der schnellen Verarbeitung sowie der guten Eigenschaften zusammen. In Zeiten von Überschwemmungen boten diese Häuser hohen Schutz. Jugendstil-Villen verfügen meistens über einen Unterbau aus Flusssteinen. Der obere Teil des Gebäudes ist ein Ziegelmassivbau oder eine Steinkombination mit Holz. Diese Häuser gelten als sehr robust und langlebig.

Bildnachweis: Wolfilser/Adobe stock